An der Friedensschule gibt es schon seit dem Schuljahr 1994/95 den Gemeinsamen Unterricht, damals noch beschrieben als Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Dies entspricht sowohl unseren pädagogischen Idealen als auch den neuesten schulpolitischen Bestrebungen, die unter dem Stichwort „Inklusion“ zusammengefasst werden.

Wir sprechen also vom Gemeinsamem Lernen, bei dem alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit wahrgenommen und ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen entsprechend gefördert werden. Die Chance liegt dabei in der Vielfalt des Von- und Miteinanderlernens.

Unser Kollegium hat sich auf den Weg gemacht, diesen neuen Blickwinkel in der Praxis einzunehmen und Maßnahmen zu entwickeln, die es ermöglichen, Barrieren in Bildung und Erziehung für alle Schülerinnen und Schüler auf ein Minimum zu reduzieren.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf – wie es immer noch heißt – finden sich zurzeit (Stand: Schuljahr 2016-17) in allen 11 Klassen unserer Schule.

Ihre Förderung findet sowohl im Klassenverband als auch in Fördergruppen statt. Dadurch schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Kinder untereinander ihre unterschiedlichen Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten wahrnehmen und anerkennen können. Somit haben alle die Möglichkeit voneinander zu profitieren.

Die in den inklusiven Lerngruppen tätigen Sonderpädagogen gehören dem Kollegium unserer Schule an und arbeiten im Team mit Klassen- und Fachlehrern. Zusammen tragen sie die gemeinsame Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler.

Diese enge Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrerin, Fachlehrerin/Fachlehrer, Sonderpädagogin/Sonderpädagoge, Integrationsassistentin und Eltern ist für die schulische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und deren Lernfortschritte eine wichtige Voraussetzung.